Die Sonne! Früchte. Ein Tod

Die Sonne! Früchte. Ein Tod

Roman

DIE SONNE! FRÜCHTE. EIN TOD, Michael Zellers dritter Roman (von 1987), kam im Herbst 2007 in vierter Auflage heraus. Aktueller Anlaß war der hundertste Todestag der Malerin Paula Becker-Modersohn, die mit 31 Jahren starb, 1907, ohne daß ein Mensch sie kannte oder kennen mochte.

Während eines einjährigen Stipendiums in Worpswede 1994/95 hatte der Autor sich in Arbeit und Lebensspuren der Malerin vertieft. In seinem Roman imaginiert er ihren letzten Aufenthalt in Paris – künstlerisch eine Offenbarung, im Persönlichen ein Scheitern. Im scheinbar so gutbürgerlichen Kostüm der vorletzten Jahrhundertwende führt das Erzählen vor Augen, wie unverändert aktuell sie geblieben ist, die Entscheidungsnot einer Frau zwischen Ehe, Mutterschaft und Berufskarriere.

„Der Anlass des Verlages, diesen vielschichtigen Roman des Wuppertaler Schriftstellers neu aufzulegen, ist einerseits der hundertste Geburtstag von Paula Modersohn-Becker, zum anderen das 25-jährige Autorenjubiläum von Michael Zeller. Ein glückliches Zusammentreffen, das dem Publikum ein Werk wieder nahe bringt, das in kräftigen Strichen und zugleich unendlich feinen Nuancen nicht nur den Geist einer Epoche beschwört, sondern darüber hinaus zu grundlegenden künstlerischen wie menschlichen Fragen Stellung nimmt“ (KULTURELEMENTE Bozen 2008)

„Fiktion und Realität: Von der Leichtigkeit des (Maler-)Seins“ (Westdeutsche Zeitung vom 6. August 2007)

Aus Kritiken zur ersten Auflage des Romans von 1987:

“ … ein Roman, der reich an Bildern und Emotionen ist. Mit viel Einfühlungsvermögen entwirft er ein zugleich phantasievolles und charaktertreues Bild der expressionistischen Malerin Paula Becker-Modersohn zur Zeit ihres letzten Paris-Aufenthaltes im Jahr 1906″, heißt es in der Neuen Zürcher Zeitung vom 20.1.1988. „Daß sich ihr Zimmernachbar Anderland nicht immer so korrekt benimmt, wie es eigentlich zu erwarten wäre, kommt dem Leser sehr zustatten.“

„Zeller betreibt sein Versteckspiel mit seinem fingierten Autor so weit, daß der Leser sich zum Schluß der Lektüre betroffen fragt, ob der echte Autor nicht wirklich bei seinem Studium zum Thema Paula Becker-Modersohn ein entsprechendes Tagebuchmanuskript von Anderland gefunden habe“ (Weser-Kurier Bremen vom 27.9.1987)

„Michael Zeller ist mit ‚Die Sonne! Früchte. Ein Tod‘ überzeugend der Nachweis gelungen, daß Bücher nicht im hier und heute spielen müssen, um aktuell zu sein“ (Südwest-Presse Ulm vom 6.5.1988)

„Durch die inspirierten Meditationen zu den Bildern Paula Becker-Modersohns, die Zellers Held in sein Tagebuch notiert, wird man neugierig auf das Werk der Malerin“ (taz Berlin vom 21.3.1988)

„Zellers Kunststück … Fiktion und Wirklichkeit sind reizvoll verschränkt“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger am 1.4.1988. „Gerade in der verzwickten Selbstcharakteristik der Prosa, die er Anderland zuschreibt, verrät Zeller, was er kann.“

„Die Konstellation Paula-Anderland ist das wahrhaft Interessante, und nicht Paula ist die Hauptfigur dieses Romans, sondern der verschollene deutsche Poet Hans Anderland – eine zum Leben gebrachte Kunstfigur“ (Rheinischer Merkur/Christ und Welt vom 1.7.1988)

1989 hat der Wolf B.Heinz, Leiter des „Theaters im Altstadthof“, Nürnberg, den Roman dramatisiert und in seinem Theater aufgeführt.

„Vom Kampf der Selbstverwirklichung als Künstlerin und Frau handelt das soeben im Nürnberger Theater im Altstadthof uraufgeführte Bühnenwerk über die Malerin Paula Becker-Modersohn. Als Vorlage diente der Roman ‚Die Sonne! Früchte. Ein Tod‘ von Michael Zeller. Das im Paris des Jahres 1906 spielende Stück führt die von Anke Burgmann dargestellte Malerin mit dem (fiktiven) Möchtegern-Autor Hans Anderland (Gerd Ritter) zu einer Begegnung tragikomischer Art zusammen“ (AUFBAU, New York 4.8.919)

„Eine überraschend vielschichtige Inszenierung“ (Nürnberger Nachrichten, 16.6.1989)

 

Brief von Tille Modersohn, nach deren Geburt die Malerin Paula Becker-Modersohn gestorben ist

Oberon Verlag Bad Homburg, 1987

ars vivendi verlag Cadolzburg, fünfte Auflage 2009

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